Fünf Steirer - Cruising the Shannon

Logbuch Mai 2005

Mittwoch, 25. Mai 2005

9.15

Regen, Seppi bunkert kein Wasser. Die Abwassertankanzeige steht auf rot, d.h., die Gülle muss jetzt sehr bald raus! Der nächste Anleger auf der Karte mit "bump out" ist Castle Archdale, also heißt unser Ziel Castle Archdale. Das Wetter wird immer schlechter. Matschmann und Yves führen im strömenden Regen einen mutigen "bump out" durch, denn der Saugschlauch ist kriminellst "zusammengepempert" und droht jeden Moment zu implodieren!!
Starkregen - wir beschließen umzukehren und fahren weiter Richtung Süden.

11.45

Starker Starkregen! Der Captain verlegt sogar den Steuerstand nach innen - und das will etwas heissen! Durch die wonnigliche Kabinentemperatur von 28°C (verursacht von Seppi, damit wir es auch beim ärgsten Wetter richtig gemütlich haben) sind die Sichtverhältnisse gleich schlecht wie draußen. Die Scheiben sind ständig mehr als beschlagen und auch die Leistung des einzigen Zwerg-Miniatur-Scheibenwischers der Pénichette im Kampf gegen den Starkregen ist nicht wirklich erwähnenswert. Ganz anders die der Heizung, sie verdient ein dickes Plus! Nichtsdestotrotz frisst der Captain Meile um Meile - drei volle Karten-Seiten (Seppis persönlicher Maßstab für unsere Routenplanung: "Wia vü Seitn foa ma heit?"). Wir erreichen Inishcorkish (ein Restaurant-Geheimtipp!) und wollen essen gehen - leider wieder mal "closed" - nur ein Hund empfängt uns freundlich und will anheuern. Ende Mai halten die meisten irischen Restaurantbesitzer wahrscheinlich noch Winterschlaf, wieder nix mit essen gehen! Sehr, sehr schlechte Stimmung beschleicht die Mannschaft, Tristesse macht sich breit an Board und der Captain ist besorgt (erste Gedanken über den körperlichen und seelischen Verfall der Mannschaft plagen ihn...).

19.30

Verdammter Starkregen! Wir beschließen am Share Holiday Center anzulegen und dort die Nacht zu verbringen. Toni und Yves machen sich tapfer auf den Weg, um ein Restaurant zu suchen und erleben eine Überraschung: von der Besatzung einer kleinen Pénichette werden sie angesprochen: "Ihr seid sicher die fünf Steirer!" - Balsam auf unseren Seemanns-Seelen!!!
Futtertechnisch ist aber leider auch hier nichts zu holen, also kochen Sepp und Tom wieder einmal. Als die Kochutensilien-Schublade klemmt, verlieren wir beinahe die Nerven und zerlegen die halbe Einrichtung, um an die Löffel zu gelangen. Bald ist wieder alles in Ordnung, die hungrigen Seelen werden gefüttert und wir erzwingen einen gemütlichen Abend an Board.

  Zurück             Weiter 

© Copyright 2004 - 2008, Kapitän A. J. Stiegler.